6. September 2010, 17:09 Uhr

Gemälde auf Leinwand als Geschenk zur Hochzeit

Am vergangenen Wochenende stand die Hochzeit von zwei guten Freunden im Terminkalender und natürlich gab es zu einem solch besonderen Anlass auch jede Menge Geschenke und kleine Überraschungen. Von den Trauzeugen angeleiert sollten die Gäste im Vorfeld eine Leinwand bemalen, die dann dem Hochzeitspaar an ihrem großen Tag überreicht werden sollten. Vorgaben bezüglich den Motiven gab es keine.

Gemälde vom Hochzeitspaar

Meine Frau und ich haben uns überlegt, dass es vielleicht eine gute Idee wäre, einfach ein Bild von den beiden zu malen. Ich hätte es auch witzig gefunden, wenn wir die zwei als Simpsons gezeichnet hätten (wie ich das vor einiger Zeit schon einmal mit mir selbst gemacht habe -> Simpsons-Selbstportrait), aber ich hatte Zweifel, dass man sie dann auch noch erkennen würde; also entschieden wir uns für die etwas einfachere Variante: eine Schwarzweiß-Zeichnung von den beiden.

Da vielleicht der ein oder andere auch so etwas versuchen möchte oder ganz einfach nicht weiß, was er auf die Leinwand denn überhaupt drauf malen soll, dachte ich mir, es wäre hilfreich, wenn ich hier ein kleines Making-Of einstelle. 🙂

Vorarbeit in Adobe Photoshop

Ich habe erst einmal ein schönes Bild von den zweien aus meinem umfangreichen Archiv herausgesucht und in Photoshop geöffnet. Da sie auf der Vorlage recht weit auseinander standen, habe ich die beiden dicht aneinander gerückt. Danach habe ich aus dem Farbfoto ein Schwarzweiß-Bild gemacht und den Kontrast in die Höhe gedreht. Im Anschluss daran habe ich den Filter „Kunstfilter – Farbpapier-Collage“ ausgewählt und die Werte so eingestellt, dass ein Foto herauskommt, dass man auch als wenig talentierter Maler irgendwie zeichnen kann.

Photoshop: Filter - Kunstfilter - Farbpapier-Collage

In Photoshop das Foto soweit bearbeitet, dass es einfach nur noch abgezeichnet werden muss.

Ausdrucke ausschneiden

Mit dem Photoshop-Ergebnis war ich schon einmal zufrieden, aber zum Zeichnen mit Pinsel war mir das Bild immer noch viel zu kompliziert. Also habe ich mir einen Trick einfallen lassen: ich habe einfach das Foto mehrfach ausgedruckt und dann unterschiedlich mit einem scharfen Messer ausgeschnitten. Erst einmal das komplette Bild, das habe ich dann mit weißer Farbe auf die Leinwand gemalt, danach habe ich alle Farben ausgeschnitten, die dunkler als weiß waren und dann mit einem hellgrau aufgemalt. Dann alle Farben, die dunkler als hellgrau waren, mit dunkelgrau bepinselt und zum Schluss nur noch die schwarzen Stellen ausgeschnitten und die dann mit Schwarz bepinselt.

Bild ausschneiden

Für die, die es einfach mögen: Flächen ausschneiden und dann auf die Leinwand auftragen.

Leinwand bemalen

Insgesamt hatte ich fünf ausgeschnittene Vorlagen. Eine Farbe musste ich doppelt ausschneiden, weil ich es sonst nicht als zusammenhängende Vorlage gehabt hätte, sondern lose Flächen hätte auf der Leinwand platzieren müssen. Da war mir dann die Gefahr zu groß, dass diese dann beim Übermalen verrutscht und mir meine bisherige Arbeit versaut. Aber insgesamt muss ich sagen, ging das mit dem Malen viel besser und schneller als erwartet. Am längsten hat nämlich das Besorgen der Farbe im Baumarkt gedauert. 😉

Malen nach Zahlen

Einfacher als Malen nach Zahlen: Vorlage auflegen und drüber pinseln!

Das fertige Gemälde auf der Leinwand

Nach rund drei Stunden (inklusive der Farbeinkäufe) war dann das Werk vollendet und ich muss sagen, es kommt dem Originalausdruck schon verdammt nahe.

Geschenk: Gemälde auf Leinwand

Links der Ausdruck, rechts das fertige Gemälde als Geschenk für die Hochzeit

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