10. Dezember 2009, 22:42 Uhr
Bokeh-Vergleich bei 35mm Brennweite
Da ich bei Aufnahmen mit meinem Canon-Weitwinkelzoom 16-35mm immer mal wieder den Eindruck hatte, dass das Bokeh nicht wirklich hübsch aussieht, habe ich mal einen kleinen Test im heimischen Wohnzimmer gemacht. Denn bei den Bildern (hier
und hier
), die ich zu dem Objektiv auf Flickr gefunden habe, war das Bokeh toll, nur halt bei meinen Bildern war das sehr oft nicht der Fall. Ob es vielleicht an meiner Linse liegen kann, wollte ich eben mal ausprobieren…
Schnelltest im heimischen Wohnzimmer
Weil gleich neben dem L-Objektiv, auch noch das Canon EF 28-135mm Zoom dabei stand, wollte ich zusätzlich noch einen Vergleich der beiden Linsen machen. Quasi, ein Vergleich bei 35mm und jeweiliger Offenblende. Dazu habe ich mir kurzerhand ein Paket als Unterlage geschnappt, in die Mitte des Wohnzimmers geschoben, nach dem nächsten gegriffen, was sich als Motiv geeignet hat (in meinem Fall eine Canon-Kompaktkamera), auf das Paket gestellt und im Hintergrund eine Lichterkette über einen Wohnzimmerstuhl gehängt. Dann habe ich mit der Kamera mit jedem Objektiv ein Bild gemacht und bin dabei so nah herangegangen, dass es sich noch scharfstellen ließ. Bedeutet, dass die beiden Aufnahmen nur die Brennweite gemeinsam hatte und die ISO-Einstellung. Die Blende unterschied sich natürlich (2.8 gegenüber 3.5) weil die Optiken unterschiedlich lichtstark sind und auch der Abstand zum Motiv war ein ganz anderer (ca. 22cm vs. ca. 50cm) da die Naheinstellungsgrenzen unterschiedlich sind.
Hier nun das Ergebnis:
Links, das teure L-Objektiv, rechts mein altes, ehemaliges Immer-Drauf-Objektiv…
Und was sagen uns die Bilder nun?
Mit den teureren Linsen kann man einfach die viel tolleren Fotos machen!
Stimmt’s ???
Tags: Bokeh, Canon, Objektiv, Test, Weitwinkel
Kommentare
Bzgl. “Äpfel mit Birnen”: Klar ist es was anderes, wenn ich bei beiden Optiken die gleiche Blende nehme, mit gleich weit entfernt vom Objekt hinstelle und das Ganze aus exakt der selben Position aufnehme. Vielleicht würde der Unterschied dabei nicht sooo gravierend ausfallen, wie es sich hier jetzt darstellt. Aber es zeigt halt, dass man mit meinem alten Immer-Drauf-Objektiv etwas eingeschränkter ist, weil man eben nicht dicht genug herankommt und den Ausschnitt nicht so wählen kann, wie man ihn gerne hätte. Da hat man mit dem L-Objektiv weitaus mehr Möglichkeiten…















Viele würden sicher sagen, dass das ein Vergleich zwischen “Äpfel und Birnen” wäre. Doch interessant ist das Duell zwischen dem teuren L-Objektiv und einer “Zoom-Scherbe” trotzdem. Und mit etwas mehr Arbeit wäre sicher auch mit dem ehemaligen Immer-Drauf-Objektiv ein ebenso schönes Bild geworden.