IXUS vs. Powershot vs. EOS

Spiegelreflexkamera vs. Kompaktkamera

FAQ

Equipment-Frage

Hier wieder eine Frage, die in den Besucher-Statistiken auftaucht, aber auf die ich bisher hier keine Antwort gegeben hatte:

Frage

Was ist an einer Spiegelreflexkamera anders als an einer Kompaktkamera?
 

Antwort

Zwischen Spiegelreflexkameras und Kompaktkameras gibt es große Unterschiede, um herauszufinden, welche Art von Kamera für einen selbst am besten geeignet ist, möchte ich ein paar wesentliche Punkte hier zusammenfassen. Genauer gesagt gibt es sogar drei Arten von Kameras, neben den kleinen, in der Regel rechteckigen Kompaktkameras, die bequem in die Hosentasche passen und den schweren, großen Spiegelreflexkameras gibt es auch noch eine Zwischenstufe, die sogenannten Bridge-Kameras. Sie sehen eher aus, wie eine Spiegelreflex, sind aber kleiner und günstiger.

Kompaktkameras (z.B. Canon IXUS-Serie)

Das sind kleine, handliche Fotoapparate, die nicht viel Geld kosten (teuerstes Canon-Modell: 359,- EUR) und sich hervorragend für spontane Schnappschüsse eignen, weil sie viele Einstellungen automatisch vornehmen und versuchen, aus den Aufnahmebedingungen das bestmögliche Bild herauszuholen. Wer allerdings kreativ fotografieren möchte, für den ist eine solche Kamera ungeeignet, weil sich viele Dinge nicht manuell einstellen lassen. Darüber hinaus ist man auf den von der Kamera vorgegebenen Brennweitenbereich festgelegt. Ein weiterer großer Nachteil ist der kleine Sensor, der für die Aufnahme des Fotos zuständig ist, er ist der Grund, warum die Bildqualität bei Kompaktkameras deutlich schlechter ist, als bei Spiegelreflexkameras und auch, warum man mit Kompaktkameras keinen schönen Unschärfebereich (Bokeh) hinbekommen kann. Darüber hinaus sind solche Kameras gänzlich ungeeignet für Available Light- und Sportfotografie.

Technische Daten des aktuellen Topmodells (IXUS 300)

  • Brennweite: 28–105mm
  • Größte Blende: 2,0
  • ISO-Bereich: 125 – 3.200
  • Verschlusszeiten: 15sec – 1/2.500 sec
  • Reihenaufnahmen: ca. 3,7 Bilder / Sekunde

Bridgekameras (z.B. Canon Powershot-Serie)

Bridgekameras schlagen, wie der Name schon sagt, die Brücke zwischen den Kompaktkameras und den Spiegelreflexkameras. Sie haben einen größeren Sensor, bieten deshalb auch bessere Bildqualität und haben in der Regel einen größeren Brennweitenbereich als die Kompakten, sind dafür aber auch deutlich teurer (teuerstes Canon-Modell: 539,- EUR); auch lassen sie sich wegen des größeren Gehäuses nicht mehr so einfach in die Hosentasche stecken. Sie bieten sowohl gute Automatikmodi für die schnellen Schnappschüsse, als auch die Möglichkeit, wichtige Aufnahmeeinstellungen komplett manuell festzulegen und eignen sich daher auch für kreativere Fotos.

Technische Daten des aktuellen Topmodells (Powershot G11)

  • Brennweite: 28–140mm
  • Größte Blende: 2,8
  • ISO-Bereich: 80 – 3.200
  • Verschlusszeiten: 15sec – 1/4.000 sec
  • Reihenaufnahmen: ca. 1,1 Bilder / Sekunde

Spiegelreflexkameras (z.B. Canon EOS-Serie)

Die Spiegelreflexkameras (SLRs) sind größer und teurer als die Bridge- und Kompaktkameras (teuerstes Canon-Modell: 7.199,- EUR). Dafür bieten sie aber völlige Freiheit beim Fotografieren und hervorragende Bildqualität, weil sie zum einen einen wesentlich größeren Sensor haben und zum anderen die Möglichkeit bieten, die Objektive wechseln zu können. So kann jeder das für seine Vorlieben passende Objektiv kaufen und auf das Gehäuse schrauben. Wer Landschaftsaufnahmen mag, der wird sich Objektive im Weitwinkelbereich kaufen (und hat dort einen wesentlich größeren Bereich als mit den anderen beiden Kameraarten), wer lieber Naturfotografie betreibt und Tiere aus der Entfernung fotografieren möchte, der wird sich große Teleobjektive kaufen (und damit die Motive wesentlich näher an sich heranholen können, als mit einer Kompakt- oder Bridgekamera). Dank des größeren Sensors sind auch Aufnahmen mit hohen ISO-Werten noch qualitativ sehr hochwertig, das heißt, man kann damit auch wunderbar Available-Light-Fotografie betreiben und auch für Sportfotografie eignen sich die kürzeren Verschlusszeiten, die die digitalen Spiegelreflexkameras bieten, hervorragend. Allerdings muss man viele Einstellungen selbst vornehmen, wer also eine Spiegelreflex kauft, der muss sich mit ihr auch entsprechend beschäftigen, um gute Bilder machen zu können (siehe dazu auch diesen Beitrag).

Technische Daten eines aktuellen Topmodells (EOS 1D Mark IV)

  • Brennweite: je nach verwendetem Objektiv (ca. 10-2.080mm)
  • Größte Blende: je nach verwendetem Objektiv (ab 1,0)
  • ISO-Bereich: 100-12.800 (bzw. erweitert von 50 – 102.400)
  • Verschlusszeiten: 30sec – 1/8.000 sec
  • Reihenaufnahmen: ca. 10 Bilder / Sekunde
 
 
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